Back to school

Als ich die vierte Klasse meiner damaligen Grundschule abgeschlossen hatte, habe ich vor Freude getanzt. Was war ich froh und glücklich die Vollidioten aus meiner damaligen Klasse nie mehr wiedersehen zu müssen! Selbiges dachte ich übrigens auch, als ich die weiterführende Schule abschließ. Eigentlich habe ich das so ziemlich jedes Mal gedacht wenn ich eine Schule hinter mich gebracht hatte. Auch wenn ich letztlich in meiner Abendschule zwei sehr gute Freunde mitgenommen habe. Nur das Studium und die Zeit an der Uni. Die waren toll. Aber auch hier bin ich freilich froh darum, das es nun vorbei ist. Kein Prüfungsgebüffele mehr! Endlich Geld verdienen.

Was ich eigentlich sagen will, hat die Patin erst kürzlich sehr gut auf den Punkt gebracht:

„Schule, Abitur, Studium, erste Klasse … man könnte ja meinen, du hast es nicht so weit gebracht!“

Stimmt. Arbeitstechnisch sitze ich derzeit wieder in der ersten Klasse. Ich lerne artig die Buchstaben des Alphabets und das Plus rechnen. (Letzteres schadet nicht. Zwischen all den Erstklässlern gewinne ich deutlich an Selbstvertrauen was meine Rechenkünste betrifft. Insbesondere das Kopfrechnen! Ich glaube, ich bin sogar die Beste aus der ganzen Klasse!)

Wobei ich dort natürlich nicht herum sitze um tatsächlich noch einmal meine schulische Laufbahn von vorne zu beginnen. Ich Arbeite teilzeit als Schulbegleitung.

Der Schüler den ich betreue ist 6 Jahre alt, aber mindestens einen Kopf größer als seine Mitschüler. Hier im Blog taufe ich ihn feierlich auf den Namen JerryBINDESTRICHFloh! (Der Bindestrich ist Lebensnotwendig in diesem Namen. Zumindest für Jerry-Floh Trotzdem werde ich mich auf Jerry oder Floh beschränken, weil mir das sonst einfach zu lang ist.)

Jerry ist ein lieber Junge. Er ist hilfsbereit, sorgt sich um seine beiden jüngeren Geschwister, liebt seine Mama und malt gerne. Seine Hobbys sind Minecraft und Beyblades spielen. Seine Lieblingstiere sind Koalas, er isst am liebsten Käsepizza und er hasst die Schule aus tiefstem Herzen. Ebenso hasst er es zu lernen. Er hasst auch die LehrerInnen und seine MitschülerInnen kann er natürlich auch nicht leiden. An sehr schlechten Tagen hasst er auch mal die ganze Welt.

Dabei ist Jerry nicht blöde. Er ist sogar ziemlich schlau. Er merkt sich beinahe alles in Rekordgeschwindigkeit, kann alles schreiben und rechnen und das im Grunde sogar fehlerfrei, sofern … und das ist an dieser Stelle ebenfalls sehr wichtig … er sich konzentriert.

Bedauerlicherweise ist exakt das sein Problem. Er leidet unter einer ausgeprägten Konzentrationsschwäche. Länger als zwanzig Minuten schafft er es zumeist nicht sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Passiert nichts weiter und hat er keine Aufgabe dann minimiert sich seine Aufmerksamkeitsspanne auf ca. 5 Minuten und er sucht sich eine eigene Beschäftigung. Eigene Beschäftigungen sehen dann meist so aus, dass er Dinge anmalt, durch die Klasse tanzt, lauthals singt (was er aber auch macht, wenn er nebenbei eine Aufgabe zu erledigen hat), alles kommentiert was die LehrerInnen sagen ohne überhaupt verstanden zu haben, WAS die LehrerInnen gesagt haben, zu anderen MitschülerInnen hinüber zu schlendern um einen gemütlichen Plausch zu halten, während die verzweifelte Klassenlehrerin versucht eine Aufgabe zu erklären, seine Trinkflasche umherwirft weil er sie einen Salto schlagen lassen will und noch einiges anderes mehr.

Jerry ist der König der Ablenkung und versteht sich vorzüglich darauf sich vor anstehenden Aufgaben zu drücken. Anstatt am Unterricht teilzunehmen kann man nämlich eine halbe Stunde aufs Klo gehen. Nebenbei kann man auch Toilettenpapierrollen ins Klo schmeißen oder sich durch die Toilettentüren hindurch mit anderen SchülerInnen vergnügen, die man zufällig zwischen Pipimachen und Händewaschen dort getroffen hat. Oder man macht einen Abstecher auf den Pausenhof, möglichst ohne Jacke und Schuhe, weil die ja oben vor der Klasse hängen und stehen. Man kann aber auch einfach eeeewig Zeit brauchen seine Stifte zu spitzen, Sachen wegzuheften, ein Arbeitsbuch zu suchen, sich etwas zu trinken zu holen oder einfach den Spitzer einer SitznachbarIn am Mülleimer zu entleeren. Oder man tut einfach so als wäre man Schwerhörig.

Generell ist Jerry ja der Meinung, das sämtliche Anweisungen oder von der Schule aufgestellten Regeln nur für alle anderen, aber bestimmt nicht für ihn gelten. Und wenn die LeherInnen etwas verbieten, dann MUSS er das in jedem Fall aber noch mal kurz ausprobieren. Erwachsene reden nämlich nur „blabla“ und haben meistens auch nicht recht. Weil er es definitiv viel besser weiß. Diese Meinung kann sich freilich durchaus von der einen Stunde zur nächsten ändern. Aber nur, wenn Jerry in dieser Zeitspanne gelernt hat, dass er tatsächlich nasse Füße bekommt, wenn er ohne Schuhe auf den verregneten Pausenhof hinaus rennt. Vielleicht, ganz vielleicht, erinnert sich Jerry sogar am nächsten Tag noch daran … aber auch nur ganz vielleicht.

Ein klassisches Beispiel für Jerrys Art die Anweisungen von Lehrkräften zu sabotieren wäre Folgendes:

„Und nun stellen sich alle Kinder bitte leise in der Reihe auf und suchen sich einen Partner. Dann gehen wir nach draußen.“

Jerry versteht dabei wohl Folgendes:

„Und nun rennen alle Kinder, alleine, wild schreiend durch den Flur und werfen sich auf den Boden, um dann an der Tür stehen zu bleiben.“

Oder:

„Wir ziehen jetzt unsere Jacken und Schuhe an.“

Wenn Jerry da seine Jacke schon an hat, wird er sie just in diesem Moment wieder ausziehen. Das zumindest ist der Standart, wenn die Klassenlehrerin oder eine andere Lehrkraft irgendetwas sagt, was die SchülerInnen doch bitte tun sollen. Ich bin mir dahingehend bis jetzt noch nicht schlüssig, ob Jerry mit Absicht einfach das Gegenteil macht oder er tatsächlich nicht mitbekommt, das die Lehrerin irgendetwas gesagt hat. Erklärt die Klassenlehrerin eine Aufgabe, dann bekommt er sie in der Regel sowieso nicht mit. Wahrscheinlich ist er in Gedanken einfach Meilenweit woanders. Meist am Tisch eines anderen Schülers. Oder tief, sehr tief unten in seinem Schulranzen. Vielleicht hat er just in dem Moment auch herausgefunden das man seine Stifte von zwei Seiten anspitzen kann oder hat eine weltenbewegende Frage an mich über Chucky die Mörderpuppe, die seit neuestem sein Lieblingsfilm ist, auch wenn er nicht einmal genau weiß, wie die nun aussieht.

Jerry und ich arbeiten nun seit drei Wochen zusammen. Als ich anfing dachte ich noch: Juhu! 6 Jahre alt! Erste Klasse! Wie schwer oder anstrengend kann das schon werden?!

Nun … mittlerweile kann ich sagen: VERDAMMT ANSTRENGEND!

Ich arbeite drei mal die Woche nur bis 11:30 Uhr und zwei mal die Woche bis 12:30 Uhr. Aber jedesmal danach fühle ich mich als hätte ich einen 8 Stunden Tag hinter mich gebracht. Das liegt allerdings nicht nur an Jerry. Keinesfalls. Es liegt auch daran, dass die Klasse aus 26 Kindern besteht und es mindestens noch 5 weitere Kinder darin gibt die Auffälligkeiten zeigen. Wobei zwei davon sogar noch extremer sind als es bei Jerry der Fall ist. Der Rest ist Altersgemäß verwirrt. (Und sooo niedlich. Alle wie sie da sind!)

Ich, als Schulbegleitung, bin für die Kinder selbstverständlich nichts anderes als eine neue Lehrerin die komischerweise auf einem kleinen Stühlchen mit an Jerrys Tisch sitzt. Also kommt man freilich auch zu mir wenn es Probleme aller Art gibt. Ich bewege mich also mehr oder weniger oft zwischen den Kindern hin und her. Zumindest dann, wenn Jerry einen guten Tag hat und es mir „erlaubt“! Ich bin nämlich, O-Ton: „SEINE Betreuerin!“ Was ja auch richtig ist. Zumal ich selbst den Kindern regelmässig sagen muss, dass ich keine Lehrerin bin und ich tatsächlich nur für Jerry da in der Klasse herumhocke.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann glauben die Kinder übrigens, dass ich jetzt bei Jerry auch zu Hause lebe (ein Mädchen fragte mich neulich, wo ich denn da schlafen würde, weil die Wohnung ja nicht so groß sei …), ihn zur Schule bringe und auch wieder zurück. Der beste Freund von Jerry (Ich nennen ihn mal Said) glaubt übrigens, ich wäre auch seine Betreuerin, weil er ja schließlich der beste Freund von Jerry ist und beste Freunde teilen alles! (Macht ja irgendwie durchaus Sinn ….) Dies hat allerdings zur Folge, das Jerry derzeit viele neue beste Freunde hat, weil jeder gern ein Stückchen von mir ab hätte. Das ist freilich sehr lieb gemeint und ich fühle mich auch durchaus ein bisschen geschmeichelt, das mich die Kinder so gern haben: ABER … es ist zuweilen wirklich schwierig den Kindern zu erklären, dass ich leider trotzdem NUR für Jerry da bin. Erst gestern musste ich einem Mädchen möglichst sanft erklären, dass ich NICHT ihr gehöre, nachdem sie eine geschlagene halbe Stunde im Stuhlkreis an mir lehnte und an meinem Arm festhing und mir dabei zu erklären versuchte: „Du gehörst mir, nur mir allein! Du bist MEIN und du bist sooo bequem!“ Ich fürchte sie war danach ein bisschen traurig, zumindest hat sie nicht mehr mit mir gesprochen.

Freilich hat sich in den letzten drei Wochen die ein oder andere witzige Anekdote ergeben. Manches sind kurze Gespräche, anderes sind Fettnäpfchen in die ich getreten bin, anderes ist der Situation geschuldet und einfach nur komisch, wenn man darüber liest und wieder einiges ist einfach nur ärgerlich. Ich will Euch diese Geschichten nicht vorenthalten. Daher gibt es von nun an eine neue Rubrik meine Arbeit als Schulbegleitung betreffend, die da auch den klangvollen Namen: Schulbegleitung tragen wird. Dieser Text sollte Euch nur einmal einen kleinen Einblick über meinen Schützling Jerry (den ich übrigens tatsächlich sehr gerne mag und der trotz seiner Probleme und Auffälligkeiten ein ganz lieber Drobs ist) und meine neue Tätigkeit so wie das Umfeld, in dem ich bewege, geben.

In diesem Sinne freut Euch darauf. Ich freue mich zumindest immer über Kommentare oder eigene Erfahrungsberichte aus dem Bereich Schule, erste Klasse oder sogar von anderen SchulbegleiterInnen.

 

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6 Gedanken zu “Back to school

  1. Mich würde der Job in tiefsten Alkoholismus stürzen, aber Du machst das schon! 😉

    Du erinnerst Dich, dass ich kürzlich erwähnte, es wäre eine Ankündigung zu „Dragon Age 4“ zu erwarten? Nun wollte ich Dich ja auf dem Laufenden halten. Kurz : Dabei handelte es sich um einen nichtssagenden Teaser-Trailer (ganze 66 Sekunden), der in seiner Aussagekraft sogar noch unter dem für „TES VI“ rangiert. Ich bin ein wenig enttäuscht … 🙂

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  2. Das ist kein Ponyhof! Ich war mal 10 min Vertretung für die 1.-Klasse-Lehrerin (19 Kinder), als Lesemutti zufällig anwesend, als 9-Jahre-Gymnasium-Vollzeitkraft meines Erachtens total qualifiziert. HA (irres Gelächter)! Die Kinder hatten einen Arbeitsauftrag, den sie still erledigen sollten. HAHAHAHA (irres Gelächter, wirres Gebrabbel)! Das waren die längsten 10 Minuten meines Lebens! Wenn du mehr als 3 verhaltensauffällige Kinder hast, die z.B. jemanden würgen, Stühle werfen, dich gänzlich ignorieren oder totquatschen, dann schwitzt du Blut. Nach 10 Minuten schickte ich meinen eigenen Sohn, damit der schleunigst die Lehrerin herholt. Meine letzten Worten waren: „…die wird wenigstens dafür bezahlt!“ — Also, Erwartungen runterschrauben, dich an kleinen Dingen freuen und die Nerven bewahren. Alles Liebe!

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    1. Oh mein Gott! Ich lache gerade so hart. So ungefähr läuft das bei uns auch. Wobei Jerry wohl der einzige ist der mit Stühlen werfen würde. Die anderen Kinder mit Auffälligkeiten fallen durch ständiges aufstehen, rumrennen, lautes singen oder andere Kleinigkeiten auf ^^!!! Naja und es gibt auch diverse Streitereien und damit verbundene Miniprügeleien. Dann natürlich die kleinen (für die Kids riesigen) Sorgen und Nöte. Beim Klassenausflug hat mich die Lehrerin mit 6 Schülern alleine losgeschickt. Im Bus. Weil der andere voll war. Danach hab ich mich allerdings auch 10 Jahre älter gefühlt xD Zumal mein Jerry meine volle Aufmerksamkeit will und sie einfordert, wann immer ich mal in eine andere Richtung blinzele.

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  3. Hört Jerry denn auf Dich? Oder verdreht er alles genauso wie die Aussagen der Lehrerin? Hast Du regelmäßig Kontakt mit den Eltern oder bist Du „nur“ in der Schule? Klappt die Zusammenarbeit mit den Lehrern?
    Eine Freundin von mir machte genau das gleiche im Kindergarten. Der Junge wurde allerdings auch gewalttätig anderen Kindern gegenüber und musste schon mehrmals den Kindergarten wechseln. Dieser Kindergarten nahm ihn nur unter der Bedingung, dass er eine eins-zu-eins-Begleitung hat. Meine Freundin meinte, dass es sehr anstrengend für sie gewesen sei. Auch wegen der anderen Erzieher. Nach dem Motto „In der Bauecke ist ja die Begleiterin, dann müssen wir nicht so bei den Kindern mit gucken“. Aber sie war ja nur für den einen Jungen da und es war auch unbedingt notwendig, dass ihre Aufmerksamkeit zu 100 % bei ihm war. Danach betreute sie behinderte Menschen, die alleine lebten. Also nicht als gesetzliche Betreuerin, sondern als Alltagsbegleitung. Sie verbrachte ein paar Stunden pro Woche mit ihnen und sie sprachen durch, was so an Erledigungen anstand und wie man diese erledigen kann. Manchmal half sie auch beim Organisieren oder Aufräumen. Das machte ihr richtig Spaß, weil die Leute sehr stolz darauf waren, in einer eigenen Wohnung zu leben und es ihnen wichtig war, alles zu managen.
    Die erste Klasse ist im ersten Halbjahr eine chaotische Sache, eine andere Freundin von mir ist Grundschullehrern und sie stöhnt immer, wenn sie ihre Viertklässler abgeben muss und wieder Erstklässler bekommt. Es dauert, bis sie vom KiGa auf Schule umgelernt haben. Meine Freundin macht es immer ganz kirre, wenn ihr noch welche auf den Schoß krabbeln wollen oder ihr am Ärmel zuppeln 😂. Sie sagt auch, dass sie eigentlich noch ganz niedlich sind, aber mit über zwanzig Kindern in der Klasse… aber nach dem ersten Halbjahr ist sie immer ganz zufrieden und sagt, dass sie sich jetzt alle aneinander gewöhnt haben und der Laden läuft. Dann ist sie immer ganz stolz auf ihre Kleinen und weiß, dass ihr der Abschied in der Vierten wieder schwer fallen wird. Auch die Klasse deines Schützlings wird noch ruhiger werden und ihre Routinen finden.

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    1. Puh, tja. Teils, teils. Er hört auf mich, wenn ich die richtigen Knöpfchen bei ihm drücke. Bei ihm funktioniert vieles nur über das Belohnungs- und Bestrafungsprinzip. Ich muss schon sehr oft etwas sagen. Was gar nicht geht ist ein „Nein“ in den Raum zu werfen ohne eine entsprechende Erklärung „Warum“ und dann endet das meistens in Diskussionen die ich damit beendet, das ich sage: „Na gut, Jerry. Dann mach das jetzt so, wie du denkst. Es wird das und das passieren.“ Z.B. ärger von der Lehrerin. Was dann ja auch passiert und er hat einen „lerneffekt“. Ich habe jetzt z.B. 2 Wochen gebraucht das Kind davon zu überzeugen seine Jacke und den Schal draußen anzuziehen und die Sachen dann vor allem auch AN zu lassen. Aber nun klappt es. Wobei die Konsequenz die ich ihm angedroht habe ist: Keine Pause ohne Jacke und wenn ich ihn draußen ohne erwische, sofort Anruf bei der Mutter zu Hause. Und er weiß nie, wann ich auf den Pausenhof komme. – Ich bin eigentlich NUR für die Schulzeit für ihn da. Aber man kann ihn nicht einfach stehen lassen. Ich muss sicher gehen, dass er bei seiner Mutter ankommt, sonst ist der wie ein „Hans-Guck-In-Die-Luft“ einfach mal weg. Meistens spreche ich dann auch noch mit der Mutter. Insgesamt summiert sich die Zeit also auf plus 15-30 Minuten und meine Chefin will nun versuchen, dass das Jugendamt die ebenfalls genehmigt, damit ich sie bezahlt bekomme. Was ja super für mich wäre. Wenn nicht, werde ich das trotzdem so weiter handhaben, weil es meiner Meinung nach anders unverantwortlich wäre und da Jerry gerne Geschichten erfindet, blöd für die Mutter, wenn sie nicht weiß, was alles gelaufen ist. Pos/neg. Die Zusammenarbeit mit den Lehrern ist noch sehr holprig. Aber da erwarte ich im Augenblick auch noch keine Wunder. Es wurde bisher kein Gespräch geführt weil noch der Hilfeplan aussteht und ich erst dann einsehe irgendwelche Absprachen zu treffen. Die Klassenlehrerin mag ich jetzt nicht so sehr. Die ist völlig überfordert und packt die Dinge bei Jerry, meiner Meinung nach, ziemlich falsch an und legt mir gern mal Steine in den Weg oder verlangt Dinge von mir, die wiederum NICHT meine Aufgabe sind. Aber ich weiß mich zu wehren xD. Danke übrigens für den Hinweis, dass das erste halbjahr immer chaotisch ist. Jerrys Mutter will nämlich das er die Klasse wechselt und ich bin NICHT überzeugt davon, dass das eine gute Lösung ist. Jerrys Probleme bleiben auch in einer anderen Klasse die Selben. Abgesehen davon vielleicht das drei von den „Freunden“ weg sind die ihn zuweilen Anstiften Blödsinn zu machen. Andererseits findet Jerry sicher ganz rasch neue „Freunde“ um genau dasselbe wieder zu machen xD Mit behinderten Menschen möchte ich persönlich nicht arbeiten 🙂 Ich muss sagen, mein Job ist anstrengend, aber … ehrlich … ich finde es dort bisher eigentlich toll und ich gefalle mir in meiner Rolle. Wenn ich da von einer Kollegin höre, die da ein Mädchen betreut das neulich ein Armlanges Messer mit in die Schule gebracht hat, dann finde ich, hab ich es mit Jerry doch sehr gut getroffen xD

      Gefällt 3 Personen

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