Tally die Flohmarktverkäuferin

Am Samstag war ich das erste Mal als Verkäuferin auf dem Flohmarkt.

Zum einen kann ich ein wenig Taschengeld gut gebrauchen und zum anderen hat sich die mittlerweile aussortierte Kinderkleidung allmählich bis zur Decke gestapelt. Im Keller war noch eine Kiste voller alter CDs und eine noch viel größere Kiste mit Mangas.

Daher stand für mich fest, das es Zeit wäre die Sachen los zu werden und ich fing an alles in Kisten zu packen und mit Preisen zu versehen. Am Ende hatte ich ca. 6 Kisten und ein viel zu kleines Auto.

Weil die Heroldin des Bösen sich dieses WE freigenommen hatte, haben mein Mann und ich Basti um Hilfe gebeten.

Der kam auch und so konnten mein Mann und ich um 6 Uhr in der früh, in ein ziemlich voll beladenes Auto springen und zum Flohmarkt düsen, der in unserem hiesigen Stadtpark stattfinden sollte.

Da es 30 grad heiß werden sollte hoffte ich auf einen Platz Nähe des von uns ausgewählten Eingänge. Dort stehen nämlich viele Bäume. Und Bäume bedeuten viel Schatten.

Die Tore waren bei unserer Ankunft noch abgeschlossen und es warteten bereits ein paar andere Leute auf den Einlass, der um 7 stattfinden sollte.

Während mein Mann die Zeit nutzte, um Kisten aufzuladen und die nächste fuhre von zu hause aus zu holen, wurde ich in das Dasein eines Flohmarktverkäufers eingewiesen. Ich erfuhr nämlich, dass dies das letzte Tor ist, was aufgeschlossen werden würde und das man dann ganz fix losrennen muss, um den Platz zu kriegen den man will. Bzw. damit man überhaupt noch einen Platz bekommt!

Tatsächlich wurden die anderen Tore zuerst geöffnet und man konnte rasch eine ganze Horde an Leuten sehen, die wie von Zombies gejagt durch den Park sprinteten, sich gegenseitig überholten und sich mit Hechtsprüngen auf ihre auserkorenen verkaufsplätze stürzten.

Vor meinem Tor waren die Leute kurz davor über den Zaun zu klettern. Bevor das jedoch passierte, kam doch noch wer und schloss auch für uns auf. Dann ging bei mir das Gerenne los und… Haha! Ich bekam exakt den Platz den ich haben wollte!

Bis mein Mann auftauchte baute ich soweit schon mal alles auf, was ich schon dabei hatte. Später half mein Mann noch ein wenig mit und brachte einen Becher Kaffee, eine Kühltasche mit zwei Broten und einer Flasche Wasser für mich mit, ehe er wieder Heim fuhr, weil er mit Wurzelgnom und Basti einkaufen wollte.

Irgendwann kam ein netter Alter Mann vorbei und erklärte mir feierlich, das ich so keine CDs verkaufen würde. Ich hatte die alle in einer Kiste und dachte mir, wer eine will, der würde halt wühlen. Aber weit gefehlt. Der alte Flohmarkthase arrangierte die CDs auf dem Tisch und Tatsache kamen darauf rasch einige Leute und schauten sich die CDs und auch die Mangas an.

Die ersten 4 Stunden war ich total alleine am Stand und verkaufte exakt…. Nix. Genau… Nix.

Meine Tischnachbarin meinte allerdings, dass es allgemein nicht so gut laufe, was mich jedoch nur wenig tröstete. Stattdessen versuchte ich mehrfach meine waren so zu sortieren, dass es mehr Kunden anlockt und stellte dann irgendwann fest, das weniger oft mehr ist.

Gegen Mittag kamen mein Mann, Basti und Wurzelgnom kurz vorbei und ich konnte mal schnell über den Flohmarkt sprinten, Hier und da gucken und die Toilette aufsuchen.

Danach blieb ist weitere 4 Stunden allein.

Erst gegen 14 Uhr tauchten mein Mann, Basti und Wurzelgnom wieder auf. Viele Verkäufer warfen bereits das Handtuch und begannen ihre stände zusammen zu packen.

Ich nutzte die letzte Möglichkeit für einen Rundang. Ich ergatterte ein paar Loomgummis für einen Appel und ein Ei und eine spielzeugwaschmaschine für Wurzelgno, die seither sehr akut bespielt wird! Würde sie auch schon, als ich sie mit zurück zum Stand brachte.

Die Spielzeugautos von Wurzelgnom würden zumindest dauerhaft durchgrwaschen. (Der Zwieback leider auch!)

Und während Wurzelgnom spielte, schliefen Basti und mein Mann den Schlaf der Gerechten, während ich versuchte noch hier und da etwas zu verkaufen.

Um 16 Uhr habe dann auch ich das Handtuch geworfen. Wir packten alles ein und fuhren heimwärts.

Im Auto Schlief Wurzelgnom ein und wir bekamen ihn einfach nicht mehr wach. Um 19 Uhr ist er von selber aufgewacht. Vielleicht hat er das grillfleisch erschnuppert… Wir wissen es nicht. Zumindest hatten wir dann noch bis 23 Uhr Spaß mit ihm und selbst da wollte er nicht wirklich ins Bett.

Jedenfalls… Bilanz meines ersten Flohmarkts als Verkäuferin…

105 Euro eingenommen

26, 50 ausgegeben ( Standgebühr war 18 Euro für meinen 3 Meter Tisch).

Ein Sonnenbrand, obwohl ich tatsächlich den ganzen Tag im Schatten stand.

2 Kisten weniger zum schleppen beim nächsten mal!

Und ganz viel Muskelkater am nächsten Tag!

Es hat aber Spaß gemacht. Im September gibt es den noch mal und sofern meine Zeit das zulässt und das Wetter gut ist, werde ich dann wieder dabei sein.

Zumindest habe ich ein wenig Taschengeld für den Juni. Yeah!

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9 Gedanken zu “Tally die Flohmarktverkäuferin

  1. Gute Idee, meine Eltern waren auch mal fleißig auf Flohmärkten vertreten, dort war der Einlass allerdings noch früher. Sie hatten dann auch raus, wo sich mehr verkäuft und wo weniger. Kennst du auch diese „mamikreisel“ seite im Internet, dort kann man die Sachen auch verkaufen. LG und gut eincremen =)

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