Dokumentation – Bachelor#6

Nach der letzten Woche bin ich gefühlt 100 Jahre älter geworden. Ernsthaft. Und der Alterungsprozess hat leider noch nicht aufgehört. Der geht weiter!

Am Montag war ich, wie angesagt, mit der Heroldin des Bösen und Wurzelgnom in Köln. Bevor wir gefahren sind, gab es noch einen Telefonmarathon. Kinderärztin, Hals-Nasen-Ohrenarzt und noch ein paar Telefonate mehr, deren Grund ich tatsächlich mittlerweile vergessen habe (was bedeutet, dass es zwar nötig, aber nicht nachhaltig wichtig war). Ohrenarzt musste sein, weil mein Mann über das Wochenende mit starkem Schwindel zu kämpfen hatte, weshalb ich ihn am Samstagabend noch ins Krankenhaus fahren musste. Dort kam heraus, dass es sich um einen Lagerungsschwindel handelt, weil sich wohl irgendwelche Kristalle im Ohr gelöst hatten. Später  fand mein Mann heraus, dass es an dem Antiallergikum gelegen hat, was er aber erst später herausfand, als er es durch  Zufall einen Tag nicht nahm, keinen Schwindel hatte und am nächsten wieder einnahm und der Schwindel wieder einsetzte. Jedenfalls konnte er Montags nicht zur Arbeit fahren und brauchte eine Krankmeldung.

Dämlicherweise machten alle angerufenen Ärzte erst gegen 9 Uhr auf und um 9 Uhr musste ich ja bereits zur Bahn und da nicht klar war, ob mein Mann krankgeschrieben würde oder nicht musste Wurzelgnom halt mit.

Pech für uns, denn wir waren gerade eine Stunde unterwegs, da erklärte mein Mann, er sei bis Mittwoch krankgeschrieben ….

Möp!

Wurzelgnom hat die Zugfahrt und die S-Bahn fahrt aber sehr genossen und hatte seinen Spaß.

Nur der Rückweg, ohne die Heroldin des Bösen, die war dann doch einigermaßen anstrengend, weil Wurzelgnom zu diesem Zeitpunkt dann keine Lust mehr hatte. Das kommentierte er mit den Worten:

„Brruuah! Ab! Ab! Tür! Auf!“ (Übersetzt: Halt jetzt den Zug an, mach die Tür auf und lass uns gehen!)

In Köln selbst hab ich mich mit meiner Dozentin Frau J. getroffen, ihr den Antrag zur Anmeldung der Bachelor überreicht, noch ein paar Fragen durchgesprochen und war dann im Grunde auch schon mit allem fertig.

Mittwoch hatte ich dann den Termin an der Schule, während mein Mann mit Wurzelgnom und meiner Mutter zum Impftermin bei der Kinderärztin gebraust ist. Während ich also mit dem Schulsozialarbeiter die Planung für die jetzt kommende Woche durchgegangen bin, wurde mein Kind ohne mich gepiekt!

Danach bin ich noch in meinen Lieblingsbilligladen gerannt und habe prompt meinen Mann, Wurzelgnom und meine Mutter angetroffen! Wir beschlossen, aus diesem Zufall machen wir was. Erst der Billigladen, dann Mittagessen beim noch billigeren Italiener im Superbarkt ums Eck, Einkaufen. Danach haben wir beschlossen zu meiner Mutter zu fahren und den Tag ausklingen zu lassen. Das haben wir dann auch so gehalten und sind erst um 22:15 Uhr wieder daheim gewesen. Aber wie sagte meine liebe Nachbarin so schön: „Muss auch mal sein!“

Am Donnerstag kam dann im Laufe des Tages die Heroldin. Eigentlich war geplant, dass ich dann was für die Bachelor mache. Tatsächlich wollte ich nämlich mit der Patin korrespondieren, die ihre Bachelor gerade geschrieben und bereits abgegeben hat, damit sie mir eine Einweisung zum richtigen Zitieren gibt und mein bisheriges Geschreibsel mal liest. Blöderweise hatte ich übelste Kopfschmerzen, habe gar nix getan und die Patin genauso vergessen, wie sie mich. Das heißt, ich habe nicht nix gemacht, sondern mit meinem Mann zusammen geschaut, wie man das Aufnahmegerät plus Mikrophon richtig bedient, damit ich vorbereitet bin um die Interviews aufzunehmen.

Der Freitag sah vor, dass ich an meiner Bachelor arbeite, wir aber zuvor noch einkaufen gehen. Auf dem Programm stand:

  • Sparbuch für Wurzelgnom anlegen
  • Apotheke
  • Supermarkt
  • Drogeriemarkt

Weil wir die Geburtsurkunde von Wurzelgnom vergessen hatten, müssen wir Freitag jetzt noch mal zur Bank und das mit dem Sparkonto hat nicht geklappt. Wir kamen alles in allem bis zur Apotheke, als der Notruf von der Feuerwehr einging. Großbrand in der Nachbarstadt! Alle hin!

Ui!

Kein Ding. Wir also wieder zurück gerasst. Mein Mann sich umgezogen. Heroldin und Wurzelgnom eingepackt. Weiter zum Ort des Feuers. Mann gegen 10:30 Uhr zum Welten retten aus dem Auto geworfen. Mich irgendwo im Nirgendwo wieder gefunden, erst mal Weg zurück gesucht. Eingekauft. Nach Hause. Mittag gekocht. Irgendwann gegen 17 Uhr erhielt ich den Anruf, mein Mann wolle abgeholt werden. Er sei an der Feuerwehrstation die 5 Minuten von uns entfernt ist.

„Hä? Wieso muss ich dich dann abholen?!“

Antwort meines Mannes: „Weil ich nackt bin! Ich wurde dekontaminiert! Und meine Sachen auch!“

Oha. Ich also wieder ins Auto, um die Ecke gebraucht, im nächsten Moment vor lauter lachen beinahe gegen einen Baum gefahren!

So stand der arme Kerl vor der Feuerwehrwache! Ich habe Tränen gelacht! Besonders als ich den Schlüpfer sah, den er drunter getragen hat. Wurzelgnom war es aber egal. Der war froh seinen Papa wieder zu haben.

Jedenfalls … noch ein Tag futsch, den ich eigentlich für die Bachelor eingeplant habe.

Aber Samstag! Samstag hab ich richtig rangeglotzt. Von 7 bis 11:00 Uhr zumindest. Dann hat die Patin sich gemeldet und ich hab ihr meine bisherige Arbeit zur Draufsicht geschickt und DANN …. dann war es vorbei. Die Patin eröffnete mir nämlich, was ich alles bei den Fußnoten und dem zitieren falsch gemacht habe und was geändert werden müsse. So war ich dann, nach einer Einweisung ins richtige Zitieren und diversen anderen Techniken von 12:30 Uhr bis 20 Uhr damit beschäftigt nix anderes zu machen, als meine Fußnoten zu bearbeiten ….

Yeah. Da kam Freude auf. Immerhin bin ich damit fertig geworden und konnte heute bis zu Seite 18 meiner Arbeit weiter schreiben und habe ein komplettes Kapitel abgeschlossen. Jetzt kann ich nahtlos mit dem Kernthema weiter machen.

Morgen habe ich um 9:45 Uhr übrigens wieder einen Termin an der Schule. Ich muss vor einer Klasse der 9ten Stufe etwas über meinen Werdegang erzählen und bei der Gelegenheit darf ich fragen, wer von den Schülern lust hat mir Rede und Antwort zu stehen. Außerdem steht ein Interview mit der Klassenlehrerin an.

Am Mittwoch kommt dann der nächste Termin für weitere Interviews und Stundenbesichtigung.

Leider komme ich daher auch erst Donnerstag dazu nach Köln zu fahren um den Antrag aus dem Sekretäriat abzuholen und im Studienbüro abzugeben. Geplant war das nämlich eigentlich für Montag. Klappt aber eben nicht, weil ich für diesen Tag den ersten Schultermin bekommen habe.

Somit fallen die Tage Mittwoch und Donnerstag zum Arbeiten an meiner Bachalor schon wieder weg.

Für das komplette Wochenende ist geplant die bis dahin gemachten Interviews zu transkribieren. Oh, was ich mich darauf freue … nicht …

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5 Gedanken zu “Dokumentation – Bachelor#6

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