Dokumentation – Bachelor#5

Seit Freitag Abend schreibe ich jetzt gezielt an meiner Bachelor. Ich wusste, es ist mehr Aufwand als eine normale Hausarbeit. Dass es allerdings dermaßen Zeitintensiv sein würde, habe ich dann doch nicht geglaubt.

Klar, man bekommt hier und da einiges mit, wenn man mit anderen StudentInnen spricht, die gerade selber an der Bachelor schreiben. Man hört einiges von den DozentInnen. Man erhält Informationsmaterial.

Usw. usf.

Tatsache ist aber, dass man aufgrund seiner eigenen, bisherigen Leistungen, meist eine persönliche Einstellung vertritt. Aus den zuvor gemachten Erfahrungen glaubt man, dass das bei einem Selbst anders laufen wird.

Ist wahrscheinlich auch so.

Trotzdem, der Fakt, dass es unheimlich aufwendig, zeitintensiv und anstrengend ist, eine Menge an Eigenorganisation so wie Struktur benötigt, um eine gute Bachelor zu schreiben, ist definitiv gegeben.

Gestern saß ich an einem winzig kleinen Abschnitt. Eine simple Definition, die ich schnell mal eben so schreiben wollte. Aus dem „schnell mal eben so“ wurden dann mit Recherche und Quellen ca. 3 Stunden!

1.4.1 Chancengleichheit – eine Definition

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. ²Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“1

Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. So steht es im deutschen Grundgesetz. Der Grundgedanke ist nicht neu, sondern wurde bereits Ende des 17. Jahrhunderts in der Zeit der Aufklärung gefordert und zählt zu den drei Leitmotiven der Französischen Revolution von 17892. Vorrangig geht es bei Chancengleichheit um das Recht auf eine gerechte Verteilung von Zugangs- und Lebenschancen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion und sozialer Herkunft. Voraussetzung dafür sind gleiche Rahmenbedingungen und gleiche Aufstiegschancen für alle Menschen3.

1 Vgl. Nomos Gesetze 2017/18 : Art. 3 Abs. 3 S. 1-2: GG 45

2 Égalité, Liberté, Fraternité

3 Gerd Schneider et al. 2018 „Das junge Politik-Lexikon“ BPB

WTF! 3 STUNDEN! DAFÜR!?

Ja. Und so hat sich das nun die letzten Tage hingezogen. Mittlerweile bin ich auf der 12ten Seite angelangt (ohne dem Inhaltsverzeichnis, Abstract, ohne Einleitung, ohne Abkürzungsverzeichnis) und habe gerade eben erst den ersten Teil meiner Arbeit beendet.

Wann immer ich die Zeit habe zu recherchieren oder zu schreiben, sitze ich am PC und tue exakt das! Nichts anderes. Nur das! Und danach wechsele ich sofort wieder in den Modus operandi „Mama“ und „Ehefrau“.

Hinzu kommen Termine. So viele verdammte Termine. Und zu diesen Terminen gesellen sich auch noch weitere Angelegenheiten, die erledigt werden MÜSSEN und die rein gar nichts mit der Bachelor zu tun haben.

Meine nächste Woche sieht derzeit so aus:

Montag:

  • Kinderarzt anrufen – wir mussten 3 mal in Folge den Impftermin aufgrund von fiebrigen Erkrankungen des Wurzelgnoms absagen. Ergo, es fehlt eine Impfung und die U7 steht an!
  • Zahnarzt anrufen – Und direkt erklären, man wolle am Dienstag aufgrund eines Notfalls nach Wuppertal in die Praxis kommen. Ja, richtig. Notfall. Bei mir hat sich ein Teil der Brücke links oben gelöst und das tut  verdammt noch mal weh! Im besten Fall ist die Sache schnell erledigt. Im schlechtesten Fall …. kann man Interviews ohne Zähne führen?!
  • Zum HNO fahren – Da muss ich nicht hin. Aber mein Mann, den ich gestern noch wegen akutem Schwindel ins Krankenhaus in die Notaufnahme gefahren habe. Nein, es ist überhaupt nichts schlimmes. Eine Innenohrgeschichte. Er hat entsprechende Übungen mit nach Hause bekommen, die er mehr oder weniger gut absolviert. Montag muss beim HNO geklärt werden, ob der Schwindel noch da ist und eine Krankschreibung ausgeschrieben werden muss. Ist der Schwindel bis Montag weg, braucht er eine schriftliche Bestätigung, damit im Falle eines Falles, die Versicherungen wieder greifen, wenn er mit dem Auto gegen einen Baum oder ein anderes Fahrzeug fahren sollte (was wir freilich nicht hoffen!)
  • Nach Köln in die Uni – Ich muss meine Dozentin noch einmal treffen, um ihr den Wisch für die Anmeldung der Bachelor mitzugeben. Ich benötige 2 Unterschriften. Einmal von der Dozentin J. meiner Erstleserin und dann von Dozentin M. meiner Zweitleserin. Die ist, wie ich schon im vorherigen Beitrag erwähnt habe, leider nur im Wintersemester an der Uni. Dozentin J. trifft Dozentin M. allerdings am Mittwoch. Danach wird Dozentin J. die unterschriebenen Anträge (es sind 3 an der Zahl) im Sekräteriat abgeben. Was hoffentlich in der übernächsten Woche der Fall ist, damit ich die Anträge abholen und direkt beim Studienbüro einreichen kann. Übrigens, weil es so schön ist, muss ich Wurzelgnom mit nach Köln an die Uni schleppen, weil ich niemanden habe, der auf ihn aufpassen könnte.
  • Noch mal Bibliothek – Wenn ich schon in der Uni bin, kann ich schon ein paar der ausgeliehenen Bücher, die ich nicht mehr oder gar nicht mehr gebrauchen kann, abgeben.

Dienstag

  • Zahnarzt – Da muss ich einfach hin. Koste es was es wolle. Mit dem  Zug? Mit dem Auto? Irgendwie muss ich da hin.

Mittwoch

  • Termin an der Schule mit dem Schulsozialarbeiter – Genau. Um 10 Uhr nämlich. Open End. Keine Ahnung, wie lange der Termin braucht. Neue Termine in die nächsten Wochen intigrieren und wieder herumorganisieren.
  • Kinderarzt (?) – Fraglich, wann und wie? Meistens hat die Kinderärztin nur Mittwochs Zeit. Donnerstag ist ein Feiertag. Vielleicht klappt es also diese Woche nicht mehr mit dem Impfen. Nächste Woche darf ich dann wieder zusehen, wie ich eine Fahrt organisiere, weil mein Mann Frühschicht hat. Eventuell muss meine Mutter übernehmen.

Donnerstag

  • Bachelor weiter schreiben.

Freitag

  • Auszeit –  mit Wurzelgnom, meinem Mann und der Heroldin des Bösen zum Schwimmen fahren
  • Wahrscheinlich am Abend trotzdem Bachelor weiter schreiben

Samstag

  • BACHELOR SCHREIBEN!

Sonntag

  • NOCH MEHR BACHELOR SCHREIBEN!

Ja. So sieht das aus. Die Woche. Zu den noch Folgenden kann ich gar nichts sagen. Die Verändern sich entsprechend der neuen Termine.

Und warum schreibe ich das alles? Nun, ich schreibe das alles, weil ich so viel um die Ohren habe, dass ich meinen Blog gerade nicht so bewirtschaften kann, wie ich gerne würde und ich selbst merke, dass ich das auch gar nicht möchte. Die Prioritäten liegen derzeit einfach auf anderen Dingen. Das ist prinzipiell auch nichts schlechtes und wenn ich die Luft, Muse und Zeit habe, dann werde ich entsprechend auch wieder Beiträge einstellen, die nix mit Bachelor zu tun haben. Für die Kategorie „Kurz Erzählt“ hab ich meist ohnehin immer mal zwischendurch Zeit.

Trotzdem müssen einige Dinge doch hinten anstehen. Deshalb wird es hier wahrscheinlich die nächste Zeit ein wenig ruhiger. Die kleinen Auszeiten für die Dokumentation der Bachelor nehme ich mir weiterhin gern, weil es mir hilft Gedanken zu sortieren und kurz abzuschalten, ohne das eigentliche Hauptthema meines derzeiten Lebens zu verlassen.

Ich hoffe, ihr habt Verständnis, dass ich derzeit keine Rezepte einstellen kann. Fotos zu machen, Rezeptangaben zu schreiben etc. braucht einfach zu viel Zeit, die ich so nicht habe. Tatsächlich komme ich manchmal den ganzen Tag nicht zum Essen geschweige denn dazu, das Essen überhaupt zu kochen, was ich gern essen wollen würde. Das geht soweit, dass derzeit hauptsächlich mein Mann am Herd steht und ich damit Leben muss, dass das, was er kocht, zwar zum größten Teil lecker ist, aber bestimmt mehr als 600 kcal hat!

Den Wiegemontag kann ich auch nicht in der Form weiter beibehalten. Ich nehme mir daher die Frechheit heraus nur noch jeden zweiten Montag was zu posten. Zumindest so lange, wie ich den Eindruck habe, mich noch in einer Diät-Phase zu befinden.

Noch reduziert sich mein Gewicht, was allerdings nicht am Essen, sondern eher am Streß liegt. Mit Diät hat das, meiner Meinung nach, nicht mehr so viel zu tun und von gesunder Ernährung kann auch nicht die Rede sein.

Auch gibt es versprochene Beiträge, die zwar in Form von Fotos bereits hier irgendwo abgespeichert sind, jedoch keinerlei Text haben. Auch die müssen jetzt einfach warten. Vielleicht kommen sie auch nie, weil sie einfach nicht mehr Up-do-Date sind, wenn ich dann endlich mal wieder die Zeit habe, darüber zu berichten.

Ja. Und dann ist da ja noch …. da war ja noch …. ihr wisst schon ….das große Thema derzeit. Hier … Dingsbums. Na, das was man mit zum 31. Mai fertig haben sollte, was auf jeder Seite zu stehen hat … Hm ….Ah. Datenschutzerklärung!

Sorry. Aber darum kümmere ich mich zunächst mal rein gar nicht. Ich persönlich bin ohnehin der Meinung, dass das ganze eine Farce ist und die „kleinen“ privaten Blogger gar nicht betrifft. Schließlich geht es bei der ganzen Geschichte um die großen Fische.

Das heißt nicht, dass ich es komplett ignoriere. Ich habe es im Hinterkopf. Ich habe sogar schon bezüglich der Datenschutzerklärung recherchiert. Was ich allerdings mache, ist mir die Frechheit heraus zu nehmen, mich erst dann intensiv darum zu bemühen, wenn ich auch die Zeit dazu habe. (Und das kann erst in 2-3 Monaten der Fall sein!) Dabei setze ich natürlich voraus, dass keiner meiner LeserInnen vor hat, meinen Blog und somit mich, anzuschwärzen.

In diesem Sinne, wünsche ich Euch allen, noch einen schönen Restsonntag und eine hoffentlich entspannte Woche. Möge glingen, was auch immer ihr Euch vorgenommen habt!

 

 

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2 Gedanken zu “Dokumentation – Bachelor#5

  1. Juhu,
    Sei bitte vorsichtig mit dem, was du von deiner Arbeit ins Internet stellst vor der Abgabe. Die Dozenten geben den gesamten Text in spezielle Suchmaschinen zur Plagiatsprüfung… Und wenn jemand deine Definition liest und so gut findet, dass er sie auf seine Seite stellt, dann kannst du ein ganz schönes Problem bekommen.

    Daumendrückende Grüße!
    Luisa

    Gefällt 1 Person

    1. Deshalb war es nur ein kurzer Auszug. Die Definition ist so allgemein, dass das (denke ich) nicht schwer wiegt 🤔 ich hab ansonsten auch nicht vor weiteres von meiner Arbeit zu veröffentlichen. Aber danke dir für die Sorge 😘

      Gefällt 1 Person

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