Dokumentation: Bachelor – #1

Ich fange an meine Hausarbeit Bachelor (ich weiß echt nicht, wieso ich gestern die ganze Zeit Hausarbeit geschrieben habe … hier geht es freilich um meine Bachelorarbeit!) zu schreiben. Yeah! Nicht ….

Die Vorarbeit ist halbwegs getan. Ich habe die letzten beiden Wochen damit zugebracht Interview-Fragen zu erstellen. Fragen, die ich niemandem stellen kann, wenn die verdammte Schule, bei der ich die entsprechenden Interviews vornehmen möchte, einfach nicht auf meine E-Mails antwortet!

GOD DAMN IT!

Okay. Die Nerven bewahren. Ich muss die Bachelor erst im Mai anmelden. Vor allem … ERST. Praktisch ist Mai übermorgen! (Nicht ganz, gefühlt gestern und somit ist übermorgen nicht mal wirklich übertrieben!)

Meine Dozentin hat schon angemerkt, ich sollte mir Gedanken über Plan B und Plan C machen.

Ha … hahaha.

Sie vergisst, ich sitze bereits an Plan C!

Na schön. Egal. Es gibt dennoch Dinge die ich tun kann und zwar bevor ich mir die E-Mail meiner Dozentin noch einmal ansehe, da sie mir die Fragen gestern zurückgeschickt hat. Jetzt sind sie nämlich schön, schrieb sie mir. Aber … zu viele, um sie in einem Interview abzufragen. Da muss nun gekürzt werden. (Vorher war alles zu  kurz und zu wenig ….)

OK! Kein Problem. Dauert ja nicht lang, was? Vielleicht nur noch eine Woche, weil ich ja soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo viel Zeit habe!

MdKadTk … wie, kennt ihr nicht? Ich übersetze: Mit dem Kopf auf den Tisch knall! BONG DÖTZ DÖTZ DÖTZ DÖTZ ….. aua.

Mein Zeitplan heute sieht vor, dass ich mich mit der Formatierung der Bachelor beschäftige. Bevor ich die nämlich anfange zu schreiben, wäre es sinnvoll das als aller erstes zu tun. Sonst hänge ich später dran und verfluche Gott und die Welt, weil ich statt 50 Seiten bei Schriftgröße 10 und mit 0,5 Zeilenabstand 200 Seiten habe, sobald ich alles ins richtige Format gerückt habe. Das soll mir nicht noch einmal passieren. (Ja, ich spreche aus Erfahrung. Mein Praxisbericht, der war nämlich ….. okay, egal …. sagen wir ich musste ihn kürzen. Sehr, sehr viel kürzen! Und das hat rein gar keinen Spaß gemacht und bei jeder zweiten Zeile habe ich bittere Tränen des Verlustes geweint! JAWOHL! GEWEINT!)

Um mich bei Laune zu halten und mich nicht in einem Wutanfall zu verlieren, weil nix klappt, wie es soll, schreibe ich nebenbei hier. Das wird mir hoffentlich helfen einen klaren Kopf zu behalten, wenn es mir nicht im ersten Anlauf gelingt die Seitenzahlen so einzufügen, wie ich sie eingefügt haben will. Denn, natüüüürlich hab ich längst vergessen, wie man was im Schreibprogramm einstellt …. und NATÜRLICH muss ich mich jetzt komplett neu rein arbeiten. WEIL ICH HAB JA SO VIEL ZEIT!

Uh …. atmen, Tally. A-T-M-E-N …. trink einen Schluck Kaffee, das macht dich noch nervöser.

Gut. Also. Schritt 1 … das Internet nach Vorlagen durchsuchen. Zunächst muss ich nämlich wissen, wie ich genau die Bachelor formatieren soll. Welche Schriften darf ich benutzen? Wie groß müssen sie sein? Welcher Zeilenabstand? Seitenränder? Und was muss alles neben der eigentlichen Arbeit mit rein?

Let’s go. Es ist 10:13 Uhr und ich starte mit meiner Recherche!

10:22 Uhr – Es ist mir gelungen Seitenzahlen so einzufügen, dass Zahl 1 auf Seite 3 von 3 steht. YEAH! Der Dank gilt einem YouTube-Video. Und wer es auch braucht, der findet es HIER! Ich könnte übrigens schwören, dass ich genau dieses Video auch schon angeglotzt habe, als ich meinen Praxisbericht verfasst habe. Hmmm.

10:33 Uhr – Alles klar. Seitenränder perfekt. Da danke ich dann wohl meiner Uni, weil die so viel Material und Vorlagen hochgeladen hat, dass man gar nicht weiß, was man als erstes anschauen soll! Schriftgröße und Zeilenabstand und die Wahl der Schrift als solche, war jetzt auch kein Problem. Was jetzt? Deckblatt erstellen. Gibt’s da auch Vorlagen? Sowas wie  …. Malen nach Zahlen, nur anders? Mal gucken.

10:55 Uhr – festgestellt, dass die Uni unglaublich viel anbietet, was Informationen zur Formatierung angeht … leider steht in jedem Text irgendwas anderes. Mal 2,0 Seitenabstand und dann plötzlich 3,5 …. WTF?! Und was ist jetzt RICHTIG?! BOAH!

10:59 Uhr – Noch mal Seitenränder und Cokg geändert. Sieht tatsächlich richtiger aus, aber sicher bin ich nicht. Ich beschließe, die Sache erst einmal nicht weiter zu verfolgen. Ich will es richtig haben, nicht vielleicht richtig geraten. Daher schaue ich mir jetzt die Mail meiner Dozentin an, bedanke mich für ihre Arbeit und frage einfach nach! Sie sollte ja wissen, was da nun richtig ist und was nicht. Hach … ich bin ja so schlaubig!

11:05 Uhr – Gerade rausgefunden, dass bis auf das Deckblatt alle Seiten Nummern haben müssen. Bis zum Fließtext allerdings römische Nummern. Echt jetzt?! Oh und es braucht oben immer eine Kopfzeile für den Titel des gerade zu schreibenden Themas. Aha, aha, aha. Ich schreib trotzdem meine Dozentin an …. ja.

11:20 Uhr – Mail an Dozentin geschrieben, Fragen und die Verbesserungsvorschläge noch mal durchgelesen. Da ist ein bisschen was zu tun jetzt, aber nicht zu viel als das man es nicht noch heute schaffen könne. Ich habe hunger …. Gerade noch mal die Schule angerufen, nach persönlichen Termin zum Vorsprechen meines Anliegens gefragt. Darauf wurde leider nicht eingegangen, aber die Dame im Sekretäriat versprach den Herrn Direktor auf meine Mail aufmerksam zu machen, sofern er sie noch nicht gesehen oder vergessen hat zu antwrten. Das ist nicht ganz das, was ich mir vorgestellt habe, aber besser als gar nicht. Sie sagte auch, sie würde gegebenenfalls zurückrufen. Ich warte also ab, sitze auf glühenden Kohlen und hab das Gefühl alle 5 Minuten aufs Klo zu müssen. Erste Anzeichen von akutem Angst-Streß! Ich will verdammt noch mal IN DIESE SCHULE! Und ich habe wirklich keinen Bock mehr irgendwelche Pläne umzustellen. Hat sich was mit Plan D und E! Ernsthaft! Okay ….was jetzt? Was jetzt? Was jetzt? Formatierung kann ich nicht weiter machen so lange Dozentin mir nicht antwortet. Ergo … könnte ich mich jetzt das dritte Mal an die Fragen setzen. Könnte ich, mag aber nicht …. ich könnte auch zu meinem Thema recherchieren …. Könnt ihr Euch vorstellen, wie ätzend das ist, wenn man nur 2 Tage in der Woche Zeit hat für das zu Arbeiten was für die Zukunft und damit den Rest Eures Lebens von so essentieller Bedeutung ist? Und dann steht ihr morgens auf und erwischt einen Tag, wo ihr einfach nur „BÄH“ (Kotzgeräusch bitte gedanklich einfügen) drauf seid? Nein? Ich schon. Der Tag ist nämlich heute und in meinem Ohr tickt die Zeit. Tick …. tick …. tick, tick, ticktickticktick.

13:00 Uhr – Zurück aus meiner Pause und der Tag ist beinahe um. Wenigstens bin ich jetzt nicht mehr hungrig. Natürlich hat zwischenzeitlich niemand angerufen. Und weil ich mittlerweile zu müde bin, um noch großartig herumzurecherchieren, schaue ich mir noch einmal die Fragen an und fange an diese zu bearbeiten. Schon wieder …

13:07 Uhr – Oh Gott! Der Direktor der Schule hat mir zurückgeschrieben! Allerdings klingt der Inhalt der Mail nicht zu 100% vielversprechend. Er will präzisere Angaben über meine Arbeit und das was ich vorhabe sehen, um es dann mit den ‚Kollegen‘ besprechen zu können, da sie mit solchen Anfragen wohl überschüttet würden und er mir diese Möglichkeit als solche nur einräumt, weil ich eine ehemalige Schülerin der Schule bin. URKS. Nö, nö, das macht mich jetzt ÜBERHAUPT nicht nervös. Neee, gar nicht. Ich kotz bloss gleich. Okay … ruhig. Das muss perfekt werden. Eh … ich mache jetzt erst mal den Fragebogen ….dann kann ich diesen exemplarisch mitschicken. Dann muss ich mich hinsetzen und so genau wie möglich (aber nicht erschlagend viel) auflisten, was ich konkret will. Uffz! Schnell, schnell. Auf geht’s!

14:58 Uhr – Fragen überarbeitet und E-Mail an den Direkter der Schule gesendet. Jetzt heißt es wieder warten, wobei ich freilich hoffe, dass bis zu einer Antwort nicht wieder eine Woche ins Land zieht …Und soll ich Euch was sagen? Jetzt bin ich Braindead und habe das Gefühl NIX …. aber auch, verdammt noch mal, gar NIX geschafft zu haben. Ich könnte heulen. Echt. Wirklich. Gerade ist die Uhr auf 15:00 Uhr umgesprungen und ich wette in einer Stunde steht meine Mutter mit Wurzelgnom vor der Tür und das war es. So geht ein Tag vorbei. Mit … genau … nichts! NICHTS! Gefühltes Nichts. Vielleicht sollte ich dem Nichts einen Namen geben. Was haltet ihr von Fridolin? 😦

15:20 Uhr – Brauche irgendwen, der mich beruhigt. Ich ruf die Heroldin des Bösen an. Die kann das.

16:23 Uhr – Dozentin hat geantwortet. Meine bisherige Formatierung für die Bachelor ist für’n Arsch und ich hab gerade alles in die virtuelle Mülltonne gekloppt. Immerhin hab ich jetzt alles, was ich brauche. Brandaktuell für die Bachelor von Heute. Quasi. Kann ich also morgen noch mal ran. Schön, gell? Fridolin hat heute definitiv gewonnen. Jedenfalls mach ich jetzt nix mehr. Meine Mutter kommt nämlich gleich mit dem Wurzelgnom. Daher pack ich mich jetzt noch 30 Minuten auf das Sofa und versuche etwas zu Schlafen.

16:30 Uhr – Okay, vergesst das Sofa. Es wird Abend und ich werde kreativ. Ich lese mir jetzt durch, was genau sich alles geändert hat und welche Formatierungen und Schrifttypen im Jahr 2018 angesagt sind. Times New Roman ist übrigens gar nicht mehr angesagt. Der neueste Schrei ist Helvetica in 12 Pt. Ui …

 

 

 

 

 

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