Ich hab dich zum Fressen gern!

Über Ostern war die Heroldin des Bösen bei uns.

Und sie hat es sich wohl zur Aufgabe gemacht gehabt, Meine guten Vorsätze, über Ostern nicht zu fressen, zu boykottieren.

Jedenfalls hat sie uns ganze 2 mal zum Essen eingeladen.

Einmal sind mein Mann und sie deshalb zum Chinesen gefahren. Wurzelgnom hielt gerade seinen Mittagsschlaf.

Als er erwachte und weder sein Papa noch Dada, sondern NUR dir Mama da war, war er nicht sonderlich erbaut über diese Tatsache und wurde nicht müde nach beiden zu fragen, zu suchen oder schreiend nach ihnen zu verlangen.

Nun. Aus dem Hut zaubern konnte ich sie ja blöderweise nicht. Geduldig erklärte ich Wurzelgnom das beide gerade leckeres Essen für uns holen und bald wieder da sein würden.

Der weil meiner Erklärung war eher nicht der Rede wert.

Irgendwann wurde es mir zu doof.

„Ich hab sie gegessen!“ rief ich daher laut aus. „Mama hatte solchen Hunger, da hat sie Papa und Dada aufgegessen!“

Wurzelgnom starrte mich an. Ich deutete auf meinen Bauch.

„Mhmmm! Lecker. Papa und Dada sibd jetzt da drin!“

Wurzelgnom starrte mich weiter ab. Dann: „Nee, Mama, nee.“

„Nee? Glaubst du das nicht? Und was ist, wenn die Mama immer noch Hunger hat? Wenn sie Wurzelgnom auch essen will?“

Wurzelgnom flüchtete kurzerhand vom Sofa. „Mama, ab!“

„Aber ich hab dich zum Fressen gern!“ ich folgte vom Sofa runter auf den Boden.

„Nee, Mama!“

„Nee? Aber ich hab soooolchen Hunger! Darf ich dann dein Ohr essen?!“

„Nee, Mama! Ab! Ab!“

Letztlich durfte ich gar nix von Wurzelgnom essen, der sich zu B-Hörnchen flüchtete und sich kurzerhand neben diese setzte.

Während er meine Versuche das ein oder andere Körperteil von ihm abzuluchsen mit diversen „Nees“ abschmetterte tätschelte er die Pfoten des Hundes.

„Mama, Wawa, da!“ rief er zwischenzeitlich.

Irgendwann hab ich es dann gerallt und fragte ein wenig pikiert nach.

„Moment. Willst du das ich B-Hörnchen esse?!“

„Ja, Mama. Da. Wawa.“

„Bist du sicher?“

„Ja, Mama“

Ich entschied mich, den Hund nicht zu verspeisen. Stattdessen erklärte ich Wurzelgnom, das ich weder den Papa noch Dada noch ihn aufessen würde, weil ich sie alle lieb hätte. Was man lieb hat isst man nicht. Deshalb wird auch der arme Hund nicht gegessen.

Wurzelgnom zeigte seine Erleichterung in dem er die Arme um B-Hörnchen legte und großzügig „Ei“ machte.

Das er den Hund an mich verfüttern wollte, finde ich übrigens sehr rührend, wenn auch vielleicht ein wenig bedenklich.

Aber… Hey, wenn Mama Hunger hat, da muss man eben Opfer bringen.

Wenn ich jetzt übrigens „Ich hab dich zum Fressen gern“ rufe, rennt Wurzelgnom einfach direkt los und zeigt mir B-Hörnchen….

Und ich bin froh, das B-Hörnchen nicht ahnt, wieso er das macht!

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11 Gedanken zu “Ich hab dich zum Fressen gern!

  1. Jetzt mal ne Frage, die hoffentlich nicht zu privat ist (dann einfach nicht beantworten oder löschen!):
    Wo ist denn der Sohn der Heroldin, wenn sie sämtliche Feiertage als viertes Familienmitglied bei euch verbringt?
    Hmmmmm…

    Gefällt 1 Person

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