Baiser in Mutternhausen

„Tally? Was mach ich eigentlich mit dem ganzen Eiweiß … ich schmeiß das sonst ja immer weg“, fragte mich meine Mutter an dem Tag, als sie beschloss, dass ihr Eierlikörvorrat zur Neige gehe und sie daher nun unbedingt neuen machen wolle.

Das Erste, was mir da in den Sinn kam , war das einzig logische: Baiser. Was sonst? Ungeachtet jeder Diät natürlich, wobei Baiser trotz der Tatsache, dass sie ja im Grunde aus beinahe 50 % Zucker bestehen erstaunlich wenig Kalorien haben.

Ja, echt!

Ehrlich!

WIRKLICH!

100 g Baiser haben nämlich ca. 350 Kalorien! Und jetzt geht mal los und wiegt Euer Baiser!

Jedenfalls war meine Mutter recht angetan von der Idee. Das Rezept für Baisers war rasch gefunden. Danke an Chefkoch.de (was ich hier nicht verlinke, weil die Seite wahrscheinlich wirklich jeder kennt … oder? Außer der Heroldin des Bösen vielleicht …)

Die Zubereitung an sich war auch wirklich SEHR simpel. Weniger simpel war die Idee meiner Mutter, man könne die Baisers ja BUNT machen in dem man Speisefarbe hinzugibt, welche sie noch vorrätig im Schrank hatte. Nicht simpel, dafür lustig. Dramatisch wurde es dann auch erst als es um die Backzeit ging. Die lag bei uns für die kleinen Baisers nämlich bei ca. 4 Stunden bei 80 grad. Die Großen sind erst gar nicht richtig durch geworden. Soll heißen, auch nach 6 Stunden, waren sie unten eher karamelisiert als gar.

Es war jedoch trotz allem eine Bereicherung meiner Backerfahrungen, da die Dinger tatsächlich sehr lecker geschmeckt haben. Wobei ich nicht sicher bin, ob ich die Creme, die ich mit Eiweiß und Zucker steif geschlagen haben, nicht beinahe genialer war, als das tatsäcliche Endergebnis. Ich persönlich hab so viel davon geschleckt (schlecken müssen), dass mir am Ende reichlich schlecht war. Trotzdem, lecker!

Fand Wurzelgnom übrigens auch! Und meine Mutter findet, wir sollten mal versuchen Schokoküsse selber herzustellen. Davon bin ich jedoch noch nicht so überzeugt und denke eher in Richtung Torte ….

Nebenbei hat Wurzelgnom miterlebt wie Oma Eierlikör zusammenstellt und sagt nun jedesmal „Ei!“ sobald er die Likörflasche sieht. Das Wurzelgnom übrigens da die Creme probieren durfte, habe ich unter Androhung diverser Strafen unterbunden! Ich indess habe den Eierlikör probiert und für gut befunden! Es blieb aber bei einem Glässchen (Heroldin des Bösen: „Hast du da Gläschen gerade mit Doppel S geschrieben?!“ – Ich: „Wie, nicht richtig?“ Heroldin: „Doch betrunken?!“) Ihr wisst ja, ich bin kein großer Alkoholtrinker.

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2 Gedanken zu “Baiser in Mutternhausen

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